Der Rechenschritt, der oft fehlt
Frühestens zum 1. Januar – und nur unter einer zweiten Bedingung
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt 2026 nach der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 77.400 € im Jahr, also 6.450 € im Monat. Sie zu überschreiten ist die eine Voraussetzung (§ 6 Absatz 1 Nummer 1 SGB V). Wann daraus tatsächlich Versicherungsfreiheit wird, steht in Absatz 4 – und der verschiebt den Termin.
Erst zum Jahresende
Wird die Grenze in einer laufenden Beschäftigung überschritten, endet die Versicherungspflicht nach § 6 Absatz 4 Satz 1 SGB V mit Ablauf des Kalenderjahres. Wer im Februar mehr verdient, ist nicht im März versicherungsfrei.
Und nur, wenn auch die nächste Grenze fällt
Satz 2 stellt eine zweite Bedingung daneben: Das Entgelt muss auch die Grenze des Folgejahres übersteigen. Die wird jedes Jahr neu festgesetzt und ist zuletzt gestiegen – wer knapp darüber liegt, kann wieder darunter rutschen.
Bei neuer Beschäftigung gilt das nicht
§ 6 Absatz 4 setzt eine bestehende Versicherungspflicht voraus – sie „endet“. Wer eine Stelle antritt, deren Entgelt von vornherein über der Grenze liegt, wird sofort versicherungsfrei. Zwischen beiden Fällen liegen unter Umständen zwölf Monate.
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Lieber mit jemandem sprechen? Ich melde mich.
Wenn Sie schreiben möchten, genügen ein paar Sätze zu Ihrer Lage, etwa ob Sie angestellt, selbständig oder verbeamtet sind. Gesundheitsangaben gehören nicht in das Nachrichtenfeld.
- Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden
- Angerufen wird nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG)
- Einordnung mit Norm — keine Rechtsberatung im Einzelfall
Lieber sprechen? 0179 6685669 — Mo–So, 8:00–20:00 Uhr.
Vier Situationen,
in denen die Normen entscheiden
Nicht der Beitrag — jede mit den Absätzen, an denen sie sich entscheidet.
Jedes Thema mit Normbezug und Prüfdatum.
Der richtige Zeitpunkt
Für Angestellte, deren Gehalt die Grenze überschritten hat
Thema lesen →Rückweg und 55er-Grenze
Für privat Versicherte, die über eine Rückkehr nachdenken
Thema lesen →Gesundheitsfragen und Fristen
Für Antragsteller und für alle, die nach Vertragsschluss Post bekommen haben
Thema lesen →Beihilfe für Beamte
Für Beamtinnen, Beamte, Anwärterinnen und Anwärter
Thema lesen →Ab 55 ist der Rückweg in aller Regel zu
Wer nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig würde, bleibt nach § 6 Absatz 3a SGB V versicherungsfrei – wenn er in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war und mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, befreit oder nach § 5 Absatz 5 SGB V nicht versicherungspflichtig war. „Versicherungsfrei“ wirkt hier nicht als Recht, sondern als Sperre: Sie verhindert die Rückkehr.
- Die Sperre greift oft erst Jahrzehnte nach der Entscheidung
- Ehe und Lebenspartnerschaft werden der Vorversicherungszeit gleichgestellt
- § 204 VVG bleibt: Tarifwechsel mit Anrechnung der Alterungsrückstellung
- Die Frage lautet nicht, ob der Beitrag heute passt
Rechtsstand
Der Zugang zur privaten Krankenvollversicherung entscheidet sich für Beschäftigte an der Jahresarbeitsentgeltgrenze nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 SGB V. Sie beträgt für das Jahr 2026 nach der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026 77.400 Euro im Jahr, also 6.450 Euro im Monat; eine Unterscheidung zwischen alten und neuen Bundesländern gibt es dabei nicht. Wird die Grenze im Lauf einer bestehenden Beschäftigung überschritten, endet die Versicherungspflicht nach § 6 Absatz 4 SGB V erst mit Ablauf des Kalenderjahres — und auch das nur, wenn das Entgelt zusätzlich die vom Beginn des nächsten Kalenderjahres an geltende Grenze übersteigt. Für Personen, die am 31. Dezember 2002 bereits versicherungsfrei und privat vollversichert waren, gilt nach § 6 Absatz 7 SGB V eine niedrigere Grenze; sie entspricht der Beitragsbemessungsgrenze und beträgt 2026 69.750 Euro im Jahr. Beamtinnen und Beamte mit Beihilfeanspruch sind nach § 6 Absatz 1 Nummer 2 SGB V ohne Rücksicht auf die Höhe ihrer Bezüge versicherungsfrei. Die Rechengrößen werden jedes Jahr durch Rechtsverordnung neu festgesetzt.
Geprüft am 10.09.2026. Die Quellen stehen bei den einzelnen Themen.